Zahnarzt Implantatplanung DVT Digitale Volumentomographie

Erfahrungsbericht: Glauben Sie bloß nicht, daß sich mit „Ich laß Implantate machen“ Alles erledigt hat. Bei Implantaten kann es genausoviele, zT ganz andere Probleme geben. Die Eltern eines Freundes von mir haben sich beide viele Implantate setzen lassen, es mußte jeweils Alles wieder raus. Und die hatten sich garantiert nicht für die billigste Lösung entschieden. „Implantate sind kein Vergleich mit eigenen Zähnen“, sagte mir ein Zahnarzt. Da Der sowohl Implantate macht als auch auf schwierige Wurzelbehandlungen spezialisiert ist(also so oder so Geld verdient) halte ich dessen Urteil für neutral. Sie sollten also alle halbwegs aussichtsreichen Rettungsversuche ausschöpfen bevor Sie sich für Extraktion(Ziehen) und Implantat entscheiden. Schmückt sich ein Zahnarzt mit Titeln(wie zB „Master of Implantologie“) werden Sie über Suchmaschinen oft feststellen, daß Das keine Bedeutung hat. Diese Titel sind oft erfunden oder der Arzt erwarb den Titel indem er eine Kursgebühr an eine Privatfirma überwies.

Natürlich haben die Implantologen ganz unterschiedlich viel Erfahrungen, es gibt auch diverse Arten von Implantaten. Es kann passieren daß Ihr Zahnarzt mit ihrer Sorte Implantat keine oder wenig Erfahrung hat. Er es also im Extremfall zum ersten Mal einsetzt, oder zum ersten Mal ein Problem an dieser Sorte Implantat beheben soll.

[Zu den Themen Implantate und Zahnarzttitel siehe mein Beitrag über das Buch „Murks im Mund“ Juli 2017]

Folgender mir zugesandter Erfahrungsbericht ist ein Gewinn für Alle, die vor Behandlungsentscheidungen stehen. Ich habe den ich nach Rücksprache unverändert eingestellt da er eine gute Informationsquelle ist für andere Patienten, die vor Behandlungsentscheidungen stehen:
Hallo Herr Steffens, ich denke, ich werde häppchenweise über meine Erfahrungen berichten.….wenn ich an all das zurückdenke, kommen mir manchmal die Tränen, so daß ich zu gar nichts mehr in der Lagen bin. 
Angefangen hat 1999 alles bei einer jungen unerfahrenen Assistenzärztin. Eigentlich hatte ich noch nicht mal Zahnschmerzen, sondern wollte nur mal der Frage nachgehen, warum ich auf der rechten Seite immer Kieferentzündung hatte. Dann gings los. Sie zog mir einemfach einen gesunden Zahn, weil der ihrer Meinung nach locker war, beim nächsten machte sie eine Wuzrelbehandlung, kam aber nicht bis zur Wurzelspitze und den einzeln noch dahinterstehenden Backenzahn zog sie auch. Nun sollte die Wurzelspitze von einem Kieferchirurgen entfernt werden, der hat aber eine andere entfernt, weil er meint dann hielt der Zahn nicht und er wöllte mich ja nicht zahnlos. Anderthalb Jahre bin ich dann mit diesem entzündeten Zahn herumgelaufen, bis der Chef dieser Praxis ihn zog und sagte, da wurde es aber Zeit, der Knochen ist schon ganz schön angegriffen. So gings dann weiter, eine Teilprothese passte nicht nur, sondern schädigte noch Zähne auf der anderen Seite. Die mussten auch zum Teil gezogen werden. Eine Riegelarbeit links war wie eine Wippe und hat zwei gesunde überkronte Zähne quasi aus dem Knochen gerissen und eine Brücke rechts war durchgeschliffen und
vollkommen fehlerhaft. Die Zähne darunter ins Traume geschliffen. Es wurden zwei Gutachten gefertigt. Die gegnerische Versicherung war einsichtig und zahlte mit damals ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.500,oo Euro. Die Zahnärztin entschuldigt sich.
 
So jetzt war ich quasi auf beiden Oberkieferseiten zahnlos nach einer sehr langen Schmerzperiode.
Weil meine Vorderzähe ja noch in Ordnung waren, habe ich mich dann für eine Implantation entschieden.
 
Es war ein sehr bekannter Kieferchirurg, ein sog. genannter Master of Implantologie. Wer jetzt mein, damit hätte man einen Fang gemacht, der hat sich schwer getäuscht. Der hatte eine Panoramaaufnahme gemacht und wollte eine DVT machen. Da ich einige Monate vorher bereits wegen eines ins
Trauma geschliffenen Zahnes 26 bereits eine DVT-Aufnahme bei der Uniklinik Köln habe anfertigen lasssen, habe ich ihm diese gegeben mit dem Gedanken, der hat ja auch so ein Gerät, wird er die wohl lesen können.
 
Dann bin ich nach Hause und 1 Woche später kam von diesem Kieferchirurgen ein Wortlaut:“ Ihr Kiefer ist breit genug. Wir können implantieren.
Ich schicke Ihnen zwei Kostenvorschanschkäge einmal mit jeweils 2 Implanten für Brückenversorgung an jeder Seite oder 3 für Einzelimplantate.
Das war alles. Für mich schien die Sache OK. Da er ja auch nichts sagte, habe ich mich als Laie natürlich für die billigere Lösung entschieden.
Bei der Terminsabsprache setzte die Helferin einen Allgemeintermin fest, für jedes Implantat eine viertel Stunde und gut war es. Ich war vollkommen der Meinung, dass scheint ja kein Problem zu geben.
 
Dann war Implantattermin, dort hat man mich auch unwissend über meinen viel zu schmalen Kiefer gelassen. Es war auch noch ein zweiter „Arzt?“ dabei, der wurde mit nicht vorgestellt, er sagte nur Hallo, so während der OP bekam ich dann mit, dass wohl bei mir ein neues Implantatsystem ausprobiert wurde. Unterrrichtet wurde ich nicht darüber (das würde ein Tierarzt noch machen). Dann wurde Implantat. Plötzlich merkte der Kieferchirurg, dass wohl vorne links der Knochen schmaler sei, als gedacht. Es lag aber kein Implantat zur Verfügung. Aus hygienischen Gründen durfte die Sprechtstundenhilfe keins holen, aber der Herr Hallo hatte ja noch eins.
 
Die Zeit der Einheilung der Implantate war schon sehr heftig. Ich bekam häufig Antibiotikum.
 
Aber als die Implantate mit Brücken versehen werden sollten, gings erst richtig los. Sobald die Brücken nur etwas fest eingesetzt wurde, bekam ich auf der rechten Seite wahnsinnige Schmerzen, auf der linken Seite standen die Implantate soweit wangenwärts, dass ich ständig mit der Wange daran
vorbeirieb. Die Brücken mussten immer wieder (30 bis 40 Schläge) von menem Zahnarzt heruntergenommen und wieder eingesetzt werden.
Dann machte mir in Urlaubsvertretung eine Zahnärztin ein Provisorium. Aber das wurde dann zwei Tage später durch einen Notdienst getrennt. Dann hörten die Schmerzen auch wieder auf.
 
Zig mal bin ich zu dem Kieferchirurgen hin und er klpfte nur auf die Implantate und sagte jedes mal. Die Implantate sind in Ordnung. Darauf angesprochen ob er denn in den DVT-aufnahmen nicht gesehen habe, dass mein Kiefer zu schmal war,. gab er mir zur Antwort, dass er die nicht haben lesen können.
 
Da ich zu diesem Zeitpunkt noch immer der Meinung war, das läge an der Prothetik, bin ich dann zu Speziallisten in Aachen. Diese meinten ich solle zuerst mal eine Schienentherapie machen, einen Gutachter habe keinen Sinn, man versuche das gütlich mit meinem Zahnarzt, der mir auch den Betrag zurückerstattet. Leider habe ich die Hinweise der mich dort behandelnden Zahnärztin nicht richtig gedeutet. Sie sagte mehrfach, wenn wir alleine im Zimmer waren, zu mir, ich ging zum Gutachter, ich liefe nicht so herum. Dabei konnte sie die ja von ihr gemachten Provisorien kaum meinen.
Sie machte auf jeden Fall eine 1a Schienentherapie im Wert von 2.500,00 Euro. Aber das Problem, dass die Brücken auf den Implantaten sich trotzdem nicht befestigen ließen bliebe.
 
Bei einem Gespräch mit allen 3 Ärzten, musste meine Ärztin zufällig zu einem Patienten, die Sprechstundenhilfe wurde herausgeschickt. Es waren nur noch die zwei Ärzte und ich im Raum. Der Chef, der sich selber für eine Koryphähe hält, ging mich an mit den Worten“ Das ist alles mental“.
Das wars dann für mich. Als ich drei Wochen später erfuhr, dass diese Praxis mit der Praxis, die mir die Implantate gesetzt hatten, zusammen ein Dieganostikzentrum eröffneten, war mir alles klar. 
Ich bin dann noch einmal zu dem Kieferchirurgen hin und habe ihn nochmals um Hilfe gebeten. Nachdem er eine Panoramaufnahme gemacht, bot er mir auf
mein Drängen noch ein DVT an zum halben Preis. Das DVT wurde gemacht, er bot mir Kaffee an (war eigentlich schon für seine arrogante Art sehr ungewöhnlich) und rief mich zum Bildschirm im Flur des DVT – Gerätes und faselte etwas von Gerät defekt und löschte die Bilder. 
Da fing ich langsam an, an den Implantaten zu zweifeln, 
Ich habe dann mehre Kliniken und Ärzte aufgesucht.
Eine Klinik lehnte die Behandlung sofort ab.
Ein anderer Zahnarzt nahm mich weinend in den Arm und sagte, gegen Sie zur Uniklinik zum Prof. so und so, der darf was sagen, ich fliege sowie aus allem raus. Bei dem Zahnarzt konnte ich dann auch nicht bleiben, der hatte privat einiges am Laufen und hatte gar keinen Nerv mehr. So waren jetzt schon fast zwei sehr schmnerzvolle Jahre ins Land gegangen. Nachdem waren die Brücken nur noch mit Vaseline eingesetzt. Die verschluchte ich dann öfters. Was das heißt, brauche ich wohl hier keinem näher zu erklären.
 
Auch in der [Klinikname] Aachen war ich. Dort wollte man mir zuerst helfen. Weil die damals noch dort tätige Oberärztin wohl den Kieferchirurgen gut kannte,
kam die eines Tages ins Behandlungszimmer, stelllte sich neben mich undf ging mich an:“Sie haben ja auch einen Überbiss, Sie könnnen sich eine Banane in den Mund schieben ohne ihn aufzumachen!!!!!!!!Eine Oberärztin, ich war geschockt, die anwesenden Schwestern auch. Das ganze Team ist jetzt wohl auch nicht mehr da.
 
Das ist aber nur ein Teil, was ich mir von Ä r z t e n anhören musste.
 
Tief verzweifelte habe ich dann den Fehler gemacht und habe mir einen Zahnarzt im Internet gesucht. Das war laut [Name Arztempfehlungsportal] der beste überhaupt. In [Name Arztbewertungsportal] hatte ich leider nicht reingeschaut. Ich werde später davon berichten, kann jetzt nur schon sagen, der hat mich um 20.000,00 Euro ärmer gemacht und mir auch noch die Frontzähne beschädigt. Außerdem erteilte er Gehirnwäschen, wie ich bete für Sie, Gott möge Ihnen helfen, Sie sind schwer krank, sie werden nie mehr arbeiten usw. usw. Während Behandlungen ließ er ohne einen zu informieren ein Band laufen und drückte einen derart in die Ecke. dass man nur noch heulte.
Aber dazu später. Das ist ein spezieller Fall.
Ja auf jeden hat er eine DVT_-Aufnahme veranlaßt und mir gesagt, der Arzt, der diese Aufnahmen gemacht hat, hätte gesagt, alle 4 Implantate säßen nicht im Knochen und müßten sofort raus.
 
Daraufhin habe ich dann ein Beweissicherungsverfahren bei Gericht beantragt. Das war 2009, bis heute ist noch keine Entscheidung gefallen.
Habe durch Empfehlung jemanden gefunden, der mir die Implantate rausgenommen hat, mußte aber unterschreiben, dass ich ihn nicht mit in den Prozeß reinziehe.
 
Bilder und meinen derzeitigen Zustand werden ich irgendwann diese Tage noch reinsetzen.
Aber aus meiner Erfahrung, kann ich schon jedem raten, holt euch in allem, was gemacht werden sollte, eine Zweit, wenn nicht eine Dritt und eine Viertmeinung. Denn viele dieser Spezies schauen aus welchen Gründen (Habgier, Arroganz, Geltungsbedürfnis oder welche niederen Beweggründe es auch sein mögen) nicht nach rechts oder links. Ob dein Leben im Eimer ist, interessiert die keinen Dreck. Und wer meint, Gutachter wären ehrlich, der sollte sich da nicht täuschen. Da habe ich auch was erlebt, was man mit normalen Gedanken nicht mehr nachvollziehen kann. 
So jetzt aber genug für heute. Muss mich wieder hinlegen. Bin arg mitgenommen. 
Ihnen noch alles Gute Herr Steffens.
Bis bald
Gruß [Frau V.] „
Vielen Dank für Ihre Informationen Frau V, Ihr W.Steffens!

2 Gedanken zu „Zahnarzt Implantatplanung DVT Digitale Volumentomographie

  1. Daß der Arzt Ihnen die Implantate einsetzte ohne sich Ihre DVT anzusehen(mit der Begründung die sei angeblich nicht lesbar gewesen) ist mehr wie eine Frechheit: Eine DVT ist d a s Instrument für die Implantateplanung. Falls die CD nicht lesbar war hätte er sich eben erneut eine CD brennen lassen müssen von der Praxis die die DVT-Aufnahme anfertigte. Grüsse, W.Steffens.

  2. Sehr geehrter Herr Steffens,
    durch Zufall habe ich im Internet Ihre Artikel gelesen. Ein bekannter Prof. Dr. Dr. hat mir nicht zertifizierte Implantate gesetzt… Das ist eine lange Geschichte meiner Recherchen bis ich Strafanzeigen wegen dieser Sachen und Betrug mit den Krankenkassen gestellt habe… Es ist ein Nervenkrieg um viele Dinge zu erfahren und zu erleben… Jedenfalls ist dieser Prof. schon einmal mit einer Bewährungsstrafe in Konflikt gekommen… Unglaublich ist, dass Gutachter, die vom Gericht Baden Baden bestellt wurden, dieses Gutachten nicht machen wollen. Uni Frankfurt, Uni Tübingen…
    Warum ich Ihnen schreibe soll den Sinn haben, eine Information zu erhalten, diesen Sachverhalt und diese Schweinerei, so sage ich das mal locker, veröffentlicht wird. Ich dachte schon an die Bild-Zeitung, Focus ectr… Der Ärztefusch ist zur Zeit in den Medien wie ein Krebsgeschwür. Nur, und das ist
    erschreckend, der ganze Dentalbetrieb wird nicht angefasst. Zahnärzte sind ausgeschlossen. Ich lese kaum Veröffentlichungen. 50 Patienten haben nicht zertifizierte und abgelaufene Implantate eingesetzt bekommen ganz zu schweigen die Dunkelziffer. Diese nicht zertifizierten Implantate hat dieser Prof. P. auch noch in den Handel gebracht. Unglaublich. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Typ geben könnten wie ich diese Sache veröffentlichen kann…
    Mit herzlichen Grüßen
    Annegret Düster
    Antwort: „Die Medien“ interessieren in erster Linie die klaren Sachen die krass ausgehen. (siehe OBEN „zahnkaufmann.de in den Medien“ also wo der „Messie“ im Müll erstickte) Bei der von Ihnen erwähnten „BILD“ haben Sie mit was Komplizierterem schlechte Chancen. Wenn es denen mehr Auflage bringt Sie als „irre Patientin“ hinzustellen besteht die Gefahr daß die „BILD“ diese Art der Berichterstattung wählt. Man kann natürlich immer sein Glück versuchen und zB an Journalisten schreiben die in Zeitungen ähnliche Fälle schildern. Oft sind das Journalisten die öfters über Medizinthemen schreiben. Die wollen aber knackige Sachen mit Hand und Fuß und mit Details/Belegen: Mundgerecht, vollständig aber gleichzeitig übersichtlich, und aussagekräftig/verständlich für jemanden der NICHTS von Ihrer Behandlung weiß. Im Idealfall Einem der über Implantatepfusch schreibt usw. Denn da ist Spezialwissen gefragt. Ein(e) Journalistin/Journalist liest sich umfangreiche Akten, Gutachten und Ihre Schilderungen nur durch wenn Das eine „große Geschichte“ für den ist. Sonst hat Der nicht die Zeit dazu.
    PS: Sie schrieben daß sie angezeigt haben. Wer von meinen Besuchern Das ebenfalls erwägt lese bitte: „Soll ich meinen Arzt anzeigen…“4/2014

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