Mein Zahn-Blog ist kein Ärzte-Bashing

(„Bashing“ = Neudeutsch für verbales Dreinschlagen im Internet)
Frau D. mailte mir, ich dürfe nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren. Ein Zahnarzt kommentierte: „Geblendet von Ihren Erfahrungen schließen Sie stets auf die gesamte Ärzteschaft.“ Ja, Ärzte sind so unterschiedlich wie Menschen es eben sind. Ich behaupte auch an keiner Stelle, Ärzte seien „schlechter“ oder „böser“ als Durchschnittsbürger. Ich zeige lediglich auf: Will jemand zB eine Körperverletzung begehen(was 1000 Gründe haben kann) ohne dabei erwischt zu werden, kann er das als Arzt besonders leicht tun, und daß Das dort zwangsläufig zu überdurchschnittlich vielen Straftaten führt. (Detailliert in: „Arztpraxis…“2/2014) . Und ich zeige auf, zu was für einer Straftatenlawine das bei Patienten führen kann sofern die Weiter“behandler“ ähnlich verfahren (OBEN „Roter Faden“) . Ich gewann (auch aus meiner eigenen breiten Erfahrung) den Eindruck, daß die Mitglieder dieser Berufsgruppe unterdurchschnittlich couragiert sind. Sonst würde keine derartige Solidarisierung mit Straftätern oder Fehlbehandlern stattfinden. Wobei „Solidarisierung“ hier bedeutet: Begehen von Straftaten/ von Fehlbehandlungen/ Vertuschen usw. Und Das, obwohl Ärzte überdurchschnittlich gebildet und wohlhabend sind und sich also in einer Position der Stärke befinden. In der man Mut erwarten würde, und Einsatz für das einzige Ziel des Arztberufes: Die Patientengesundheit. Man also erwarten würde, daß Straftatsopfer oder derb Fehlbehandelte besonders sorgfältig versorgt (und informiert) werden, und Fehlbehandler von Kollegen in die Schranken gewiesen werden. In den siebziger Jahren gab es den „Arzt-Rebell“ Julius Hackethal: „Wenn Sie ein Mann sind und es bleiben wollen und Sie sehen einen Urologen dann laufen Sie!“. (Er kritisierte die damals viel zu häufigen Krampfaderoperationen) . Wo sind diese Freigeister und unerschrockenen Leute heute? Ok: Dr.Paul Brandenburg. Und sonst noch?? Heute ist das Höchste der Gefühle wenn Ärzte zB über ungewöhnlich hohe Fallzahlen bei besonders lukrativen OP`s berichten. Die beeilen sich dann stets darauf hinzuweisen man wisse nicht ob sich darunter tatsächlich auch überflüssige Operationen befinden, so als hätten sie Angst vor ihrer eigenen Courage. (Beitrag „Dreist:…“ 5/2014) Überall gehen Leute ein persönliches Risiko ein für die gute Sache oder für die Gerechtigkeit(Politiker, Geistliche, Anwälte, Journalisten setzen sich gegen Unrecht ein obwohl dann Anschläge gegen Wahlkreisbüros, private Bedrohungen o.Ä. stattfinden) Ärzte machen ebenfalls für sich geltend eine besondere Berufsgruppe zu sein. Aber wenn Patienten erwähnen(zT erwähnen müssen) daß sie bei Kollegen Opfer einer Straftat/einer Körperverletzung geworden sind: Fehlanzeige! Was ist die Ursache dafür? SIEHE DAZU NEUE BEITRÄGE „WER VERURSACHT GEWALTSERIEN…?“ TEIL 1 UND 2!
Es tut mir in der Seele weh, daß das Ansehen der anständigen Ärzte durch „schwarze Schafe“ mit Füßen getreten wird. Mir ist unverständlich warum Ärzte nicht intern für saubere Verhältnisse sorgen, zumindest da wo die Angelegenheiten klar sind (Hier zB: „Zahnarztpfusch….“1/2014) Mit „Bashing“ hat meine Blog Nichts zu tun, sowas macht(e) Muhammad Ali, im ursprünglichen Sinne des Wortes (Foto am Alexanderplatz Berlin zur FußballWM 2006)Muhammad Ali Nothing is impossible

2 Gedanken zu „Mein Zahn-Blog ist kein Ärzte-Bashing

  1. Hallo,
    „zumindest da wo die Angelegenheiten klar sind (Hier zB: „Zahnarztpfusch….“1/2014)“
    Ich will die Diskussion von dort nicht wieder anheizen, aber für mich ist der Sachverhalt nicht so eineindeutig, dass es zu einer beabsichtigten vorsätzlichen Körperverletzung gekommen ist.
    Grüße
    Antwort: Hallo Zahn, es gibt in „Zahnarztpfusch…“1/2014 noch keinerlei Diskussion in der Sache. Ich würde sehr begrüßen wenn Sie dort Ihre Argumente äußern würden, viele Grüße.

  2. Ihr Blog ist kein Ärzte-bashing, eher das Gegenteil.
    Bashing bedeutet auch niedermachen, oder aus Wiki:
    verbaler oder physischer Angriff im Zuge eines Konflikts.
    Also, das was Ärzte mit Ihnen gemacht haben.
    Vielen Dank für Ihre Aufklärung, weiter so.
    Antwort: Danke. Kürzlich berichtete mir Jemand von einem „physischen Angriff“, der allerdings in diesem Fall nicht vom Arzt ausging: Er hatte seine Ehefrau bewegungslos in der Küche auf dem Fußboden liegend vorgefunden. Anruf beim Notarzt. Der kommt, stellt sich in die Tür und sagt aus einigen Metern Entfernung in aller Seelenruhe: „Die ist toter als tot.“ Er ging dem daraufhin an die Gurgel: Klemmte dessen Hals zwischen Oberarm und Türrahmen-auch um ihn zum Tätigwerden zu zwingen. Daraufhin wies man ihn zwangsweise für sechs oder sieben Monate in die Psychatrie ein. Seine Frau tot, er geht jetzt mit Krücken: Der Chefarzt hatte ihn beeindruckt, die OP für die neue Kniescheibe sei kein Problem(Alte war abgenutzt) . Operiert habe dann wohl ein Arzt im Praktikum oder ein Besoffener, oder Beides, so er. Wollen ihm jetzt eine Kniescheibe in anderer Größe einsetzen. Er läßt Nichts mehr machen, nimmt Schmerzmittel seit mehreren Monaten.
    Gut möglich, daß ich zu einem „physischen Angriff“ auf einen Arzt provoziert werden soll, durch diese massive Serie von Gewalt und Unrecht.

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