KZV-Vorstand verklagt Berlin Teil 2

Fortsetzung von „Berlins Zahnarztvorstand psychisch krank?“ 1.Juli 2017:
Gegen KZV-Vorstand Husemann und dessen damalige Vorstandskollegen ermittelte bereits 2007 die Staatsanwaltschaft. Denn bereits damals hatte der KZV-Rechnungsprüfungsausschuß Unregelmässigkeiten reklamiert, hier der Prüfbericht als PDFDie Welt berichtete daraus: Obwohl Husemann wie auch Pochhammer seit 2005 hauptamtlich für die KZV tätig sind und jeder jeweils ein Jahresgehalt von 171 000 Euro[Stand 2007] von der KZV erhält, rechnen sie weiterhin Sitzungsgelder, Bewirtungen, Hotel- und Fahrtkosten über die KZV ab.“  Und Besuche im „Golf und Country Club Motzener See e.V.“. Der Club residiert seit Jahren auch im Hilton am Gendarmenmarkt, siehe das Schild neben dem Eingang. Oft heißt es, die 1970er Jahre seien die goldenen Jahre für Zahnärzte gewesen. Offensichtlich sind die goldenen Jahre für einige Zahnärzte garnicht vorbei.

  • Die Welt“ faßt den damaligen Prüfbericht zusammen und schrieb: „Geschadet hätten die KZV-Vorstandschefs mit ihrem Finanzgebaren den Berliner Zahnärzten, nicht aber den Versicherten oder Krankenkassen.“ Das ist falsch. Denn natürlich holen sich Zahnärzte ihre KZV-Beitragszahlungen von den Patienten zurück, von wem sonst?! Ärzte sind Experten fürs gemeinschaftliche Tricksen und Verschleiern und haben keine Probleme, teure spezialisierte Anwälte für sich zu gewinnen. Auch bei der Gestaltung der Dienstverträge mit dem KZV standen die den Vorstandsmitgliedern sicher zur Seite. Wohl auch deshalb wurden die Ermittlungen gegen Dr.Husemann 2010 eingestellt , es war womöglich formal Alles korrekt bzw. Nichts zu beweisen. Mit seinem Dienstvertrag argumentiert Dr.Huseman auch bei seiner gegenwärtigen Klage gegen Berlin: Er sei schlechter gestellt als KZV-Vorstände anderer Bundesländer.
  • Wieso wählen die berliner Zahnärzte solche rufschädigenden Leute als Vertreter und Repräsentanten, den Vorstand Husemann sogar mehrmals hintereinander? Vermutlich weil ein Vorstand mit solcher Mentalität auch für seine Mitglieder am Meisten rausholt, zB bei Verhandlungen mit Krankenversicherungen und beim Austricksen der Politiker. Und weil solche Vorstände (selbst „schwarze Schafe“) die schwarzen Schafe innerhalb der Zahnärzteschaft (die mit gehäuften Beschwerden/Klagen/Strafanzeigen) in Ruhe lassen. Ärzten und Zahnärzten kann das Ansehen ihres Berufsstandes relativ egal sein: Die Menschen müssen irgendwann kommen auch wenn sie keinem Arzt vertrauen. Und „ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich`s völlig ungeniert.“ Trotzdem stellt sich die Frage nach deren Selbstbild: Einerseits wird konsequent das Image „Wir alle sind akkurate Saubermänner/-Frauen im Dienste unserer Patienten“ gepflegt, was mit viel Mühe und Kosten(schicke Praxisausstattung, Webauftritt etc.) verbunden ist. Andererseits läßt man sich von solchen Personen vertreten. Was denken eigentlich die anständigen Zahnärzte darüber? Die halten aus Angst fast immer den Mund, denn sich mit dem (Zahnarzt-)System anzulegen tut der eigenen Praxis nicht gut.
  • Es schließt sich die Frage an, was für ein Geist allgemein in der KZV-Berlin herrscht. Solche Chefs färben selbstverständlich ab, sind derb schlechtes Vorbild für die KZV-Angestellten. (Natürlich ebenso für alle KZV-Mitglieder=Die Zahnärzte) . Nur  „Geld Geld Geld!“ Besorgniserregend! Natürlich besteht das Problem nicht nur bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin, aber hier ist es wohl am Schlimmsten. Hier ein weiterer Bericht über die aktuelle Klage, in der BZ . Interessant dazu auch auf Dentalife

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