Digitalisierung in der Arztpraxis

[Beitrag war keine Sternstunde der Bloggerei, ab daf√ľr ans Ende ūüėČ ]

Schlechte √Ąrzte w√ľnschen sich die Zeit zur√ľck, als es noch kein Internet gab. Ich las einen Zeitschriftenartikel ‚ÄúPraxis in den Wolken‚ÄĚ von Rainer Hupe im Bilanz-Magazin Juni 2014(nicht online verf√ľgbar) Die Digitalisierung im Medizinbereich sei bereits jetzt d e r Riesenwirtschaftszweig, obwohl Die dort erst jetzt richtig beginne. Praxen w√ľrden in Zukunft viel st√§rker mit Onlinedienstleistungen um Kunden konkurrieren.(OnlineR√∂ntgenbilder, OnlinePatientenkartei, Untersuchungsergebnisse online etc.) Es g√§be aktuell noch einiges ‚ÄěBeharrungsverm√∂gen‚Äú (Widerstand dagegen) in vielen Praxen, angeblich aus Kosten- und anderen Gr√ľnden. Unerw√§hnt l√§√üt der Autor den Hauptgrund, da√ü n√§mlich die meisten √Ąrzte garkeinen umfassend informierten Patienten w√ľnschen. Ich fragte ihn leider ohne Antwort warum er Das nicht erw√§hnte:Besser informierter Patient = weniger m√§chtiger Arztes. Die meisten √Ąrzte werden sich folglich viel M√ľhe geben, der Digitalisierung im Medizinbereich insofern entgegenzuwirken. Denn besser aufgekl√§rte Patienten k√∂nnen besser beurteilen/ entscheiden und verweigern sich wom√∂glich einer Behandlung oder einem Arzt. Einem Patienten der mehr wei√ü er√∂ffnen sich mehr Alternativen. Der holt sich eher nicht nur eine Zweitmeinung(mittlerweile Standard, ein kostspieliges Armutszeugnis f√ľr das Gesundheitswesen) sondern auch noch Dritt- und Viertmeinung. Es sei denn er vertraut seinem Arzt. Der informierte Patient erkennt hinterher auch eher Behandlungsfehler oder Straftaten(zB unn√∂tige Eingriffe) und wei√ü wie man sich dagegen wehrt. Durch den Wettbewerb mit fortschrittlichen und guten Arztpraxen gezwungen mitzumachen, werden schlechte √Ąrzte versuchen auszuweichen: ZB lediglich ausged√ľnnte Patientenkarteien online zur Verf√ľgung stellen. Immer mehr wird weggelassen oder in rein interne Dateien separiert. Der Patient hat keine Chance selbst zu beurteilen ob der Inhalt der erhaltenen Patientenkarteikopie den gesetzlichen Anforderungen an die Vollst√§ndigkeit entspricht.

‚ÄúWissen ist Macht‚ÄĚ gilt auch und gerade f√ľr den √Ąrztestand. Das mu√üte ich etliche Male beim Ermittlungsverfahren gegen meine Zahn√§rztin Fr.Dr.S erfahren (siehe Oben ‚ÄúRoter Faden‚ÄĚ) . Der MDK-Falschgutachter M verwendete in seinem Gutachten nicht die Sachbegriffe sondern Wald- und Wiesenbegriffe. Das erschwerte es den Ermittlern, zB anhand einer Suchmaschine die logische Richtigkeit meiner (und der Gutachterausf√ľhrungen) im Zusammenhang mit ‚ÄúPlanungsdatum‚ÄĚ und ‚ÄúKarteneinlesedatum‚ÄĚ (so die zutreffenden Bezeichungen) im Heil- und Kostenplan zu √ľberpr√ľfen, (Beitrag ‚ÄúZahnarztpfusch….‚ÄĚ Januar 2014)

Ebenso: Ich bekam 2010 einen Heil-und Kostenplan f√ľr eine Wurzelbehandlung vom Zahnarzt Dr.B1, auf dem klebte f√ľr mich ein post-it-Zettel „Hohlraumversiegelung“(!) So erschwert man es Patienten, weitergehende Information im Internet zu finden. Denn nicht alle Patienten kennen die Fachausdr√ľcke ‚ÄěWurzelkanalbehandlung‚Äú , bzw. deren ‚ÄěRevision‚Äú, oder ‚ÄěEndodontie‚Äú.

Da also Abschottung durch fortschreitende Digitalisierung immer schlechter funktioniert, m√ľ√üten schlechte √Ąrzte bessere Qualit√§t leisten weil die sonst Jetzt zunehmend ins Hintertreffen geraten. Denn heute kann Jeder ein Foto von einem Behandlungsresultat ins Internet stellen und Rat einholen. Hat meist sogar im Behandlungszimmer einen Fotoapparat(Handy) dabei.

Qualit√§t erfordert jedoch K√∂nnen (√ľber das Viele nicht verf√ľgen: Wer zwei linke H√§nde hat sollte nicht Zahnarzt werden, aber leider kann man auch mit zwei linken H√§nden als ZA viel Geld verdienen) und Zeiteinsatz (den Viele nicht bereit sind zu erbringen). Wer also nicht korrekt arbeiten kann oder will, wird die mit der Digitalisierung und dem Internet einhergehende¬†TRANSPARENZ ¬†behindern wollen.

Viel zum Thema: bundesverbandinternetmedizin

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