Arzt als Samenspender in eigener Praxis

Ein Chefarzt jubelte heimlich Patientinnen sein eigenes Sperma unter. Der jahrzehntelang äußerst erfolgreiche Reproduktionsmediziner und Klinikleiter Jan Karbaat aus Rotterdam verwendete seinen eigenen Samen für diverse künstliche Befruchtungen. Aufgrund seiner „Eigenproduktion“ hatte er weniger „Materialkosten“. Vermutlich dachte er betriebswirtschaftlich „schade wenn Alles ins Taschentuch geht“. Für seinen Samen Im- und Export war das natürlich genauso lukrativ. Angeblich nannte Karbaat einer mutmaßlichen Tochter gegenüber ein zusätzliches Motiv: Er sei ein „gesunder und schlauer Mann„, der der Welt seine Gene habe geben wollen. Er mischte auch Samen verschiedener Spender, sozusagen ein Pionier der Genmanipulation 😉 Da war es praktisch, daß (Zitat aus welt.de ) : „…die sogenannte Verwaltung[seiner Klinik] sei von einem Amateur angelegt worden, der nicht begriffen habe, wie wichtig die Informationen für Nachkommen, Patienten und Spender sei…“  Seine Klinik wurde erst 2009 geschlossen, so lausig und lückenhaft waren offenbar die Kontrollen. Der Untersuchungsbericht erschien erst 2015. Im April 2017 verstarb Karbaat 89jährig. Er lehnte einen DNA-Test stets ab. Jetzt werden aus seinem Nachlaß DNA-Spuren genommen, um endlich diverse weitere Vaterschaften aufklären zu können. Karbaat übte seine befriedigende 😉 Tätigkeit rund 40 Jahre aus und sagte 1995, er habe 40.000 Befruchtungen vorgenommen. Etwas umfangreicher als in der „Welt“ in der Süddeutsche Zeitung . Der Stern schreibt, Karbaat habe kurz vor seinem Tod 60 Zeugungen mit eigenem Sperma zugegeben und beruft sich dabei auf einen Bericht des britischen The Telegraph vom 12.Mai 2017(Text in Englisch) . Für die Kinder ist das ein ernstes Thema, weil sie wissen wollen, wer ihr Vater ist. 19 Kinder Karbaats sind schon jetzt amtlich und können untereinander Kontakt zu Ihren Halbgeschwistern aufnehmen. Ob jedoch tatsächlich alle heimlichen Samenspenden Karbaats identifiziert werden dürfen, wird noch gerichtlich entschieden.
Meine Meinung: Ich halte von der ganzen Fortpflanzungsmedizin nichts, fast egal welche Variante da praktiziert wird. Die Welt ist voll mit armen Kindern in Waisenhäusern. Die hauen sich dort verzweifelt die eigenen Köpfe an die Wand. Warum erbarmen sich Liebespaare nicht eines dieser Kinder??  Es ist nicht das Selbe, aber gilt ebenso für die sogenannte Tier“liebe“: Wie kann man Tiere aus einer Zucht kaufen, wenn gleichzeitig die im Tierheim eingesperrt sind und dort zugrunde gehen??
Siehe auch „Arztpraxis-Ort für das perfekte Verbrechen“ Februar 2014: Ich zeige dort, daß Ärzte ideale Möglichkeiten zur unentdeckten und/oder straflosen Begehung von Körperverletzungen haben. Ich erläutere die Folgen und ziehe daraus Konsequenzen.

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